Soli
Luna
ist
ein
besonderes
Mädchen.
Schon
als
Kind
entdeckt
sie
ihre
Gabe:
Mit
ruhiger
Hand
und
offenem
Herzen
malt
sie
wunderschöne
Bilder
auf
Steine
– und haucht ihnen dabei Magie ein.
Auf
ihrem
Weg
vom
neugierigen
Kind
bis
in
die
Gegenwart
begleiten
wir
Soli
Luna
durch
eine
märchenhafte
Welt
voller
Fantasie,
leiser
Wunder
und
verborgener
Kräfte.
Jeder
bemalte
Stein
erzählt
eine
eigene
Geschichte
und
lädt kleine wie große Leserinnen und Leser zum Staunen ein.
Dieses
liebevoll
gestaltete
Märchenbuch
verbindet
Text
und
zahlreiche
Abbildungen
der
bemalten
Steine
zu
einer
zauberhaften
Reise
über
Kreativität,
innere Stärke und die Magie, die in uns allen schlummert
Mit sanftem Klick auf den Fuchs bestellen:
LESEPROBE:
Der Schneemann, der tanzen wollte
Eine Geschichte, erzählt von der Fee Gwendolyn, aus Soli Lunas Tagebuch
Eines
Tages,
es
war
kurz
vor
der
Heiligen
Nacht,
da
hatte
es
geschneit.
Als
die
Kinder
aus
dem
Dorf
am
Morgen
die
weiße
Pracht
sahen,
stürzten
sie
aus
den
Häusern
nach
draußen.
Sie
rollten
Kugeln
aus
dem
Schnee
vor
der
Scheune
von
Bauer
Harms
und
türmten
drei
ganz
große
davon
übereinander.
Ein
paar
Kohlen
und
eine
Möhre
waren
schnell
herbeigeholt. Der Schneemann erhielt damit ein freundliches Gesicht und drei Knöpfe vor dem Bauch.
Dann
bekam
er
noch
einen
alten
Hut
auf
den
Kopf
und
einen
kräftigen
Zweig
unter
seinen
Arm als Besen.
Als
der
Schneemann
fertig
vor
ihnen
stand,
tanzten
die
Kinder
um
ihn
herum
und
freuten
sich,
dass er so schön geworden war.
Doch was sie nicht wussten: Ihre Fröhlichkeit erweckte ihn zum Leben.
Der
Schneemann
sah
die
kleinen
Mädchen
und
Jungen
tanzen.
Und
weil
sie
so
viel
Freude
hatten,
hätte
er
gerne
mitgetanzt.
Aber
ein
Schneemann
hat
nun
mal
keine
Beine
und
kann
darum
nicht
tanzen.
Der
Schneemann
hatte
aber
auch
Angst,
dass
er
dabei
schwitzen
könnte. Dann wäre er geschmolzen.
Der
Tag
verging,
der
Abend
kam,
es
wurde
dunkel.
Er
weinte
kalte
Tränen,
die
gleich
darauf
wieder
zu
Eis
gefroren.
Aber
ganz
in
seiner
Nähe
schwebte
eine
Fee.
Die
zauberte
mit
ihrem
Zauberstab
gerade
wunderschöne
Flocken
für
den
nächsten
Schnee.
Und
als
sie
dabei
näherkam,
hörte sie sein Weinen.
Sie
hatte
Mitleid
mit
dem
armen
Schneemann,
darum
sprach
sie
ihn
an
und
fragte:
„Warum
bist
du
nur
so
traurig?
Du
hast
doch
ein
fröhliches
Gesicht
mit
einer
wundervollen
Möhre
und
bist
auch
eine
kräftige,
aufrechte
Gestalt,
und
der
Frühling ist noch fern.“
„Ach,
liebe
Fee,
ich
habe
heute
die
Kinder
tanzen
sehen“,
sagte
der
Schneemann
und
fuhr
mit
trauriger
Stimme
fort:
„Sie
waren
dabei
so
ausgelassen
und
konnten
sich
so
schön
im
Kreise
drehen.
Ich
aber
bin
hier
wie
festgemauert
und
kann
mich
einfach
nicht
bewegen.
Dabei
wäre
ich
doch
sehr
gerne
dabei
gewesen.
Wenn
ich
doch
nur
ein
einziges
Mal
in
meinem
Leben
mit
ihnen
tanzen
könnte.
Alles
würde
ich
dafür
geben,
sogar
meine
Möhre.“
Die
Fee
hatte
den
Schneemann
sofort
liebgewonnen,
denn
auch
sie
tanzte
für
ihr
Leben
gerne.
Und
weil
sie
magische
Kräfte
hatte,
wollte
sie
ihm
seinen
Wunsch
erfüllen.
Sie
hob
ihren
Zauberstab
und
schwang
ihn
hin
und
her.
Dabei
sprach
sie
die
Worte:
„Simsalabim
und
Holus
Polus,
Schneemann
seist
du gewesen, sei fortan ein großer Schneehase!“
Ein
Leuchten
erfasste
den
Mann
aus
Schnee,
und
in
dem
hellen
Licht
geschah
etwas
Wunderbares:
Die
Kohlen
wurden
dunkle,
glänzende
Augen,
die
Möhre
fiel
herab.
Aus
Schnee
wurden
ein
Leib
mit
Fell
und aus dem Schneemann ein großes, hoppelndes Wesen mit einer putzigen Hasennase.
„Ich
danke
dir.
Ich
bin
so
glücklich.
Jetzt
freue
ich
mich
auf
morgen“,
war
des
Schneehasens
Reaktion.
Die
Fee
war
froh,
aber
sie
warnte
ihn:
„Lieber
Hase,
die
Nacht
ist
kalt.
Als
lebendes
Wesen
musst
du
dich
schützen.
Dort
in
der
Scheune
von
Bauer
Harms
findest
du
Stroh.
Darin
kannst
du
schlafen,
und
dort
wartest
du
am
besten
bis
zum
Morgen!“
Die Nacht verging und der Schneehase konnte es kaum erwarten. Der Morgen kam und mit ihm die Kinder.
Erst
merkten
sie,
dass
der
Schneemann
fehlte,
und
waren
darüber
traurig.
Aber
ihre
Trauer
dauerte
nur
kurz,
dann
hoppelte der Schneehase zu ihnen.
Solch
einen
fröhlichen
Hasen
hatten
sie
noch
nie
gesehen.
Und
als
er
dann
seine
Vorderpfoten
ausstreckte,
ergriffen
sie
diese.
Und
gleich
darauf
drehten
sich
Kinder
und
Hase
fröhlich
im
Kreise
um
des
Schneemannes
Besen,
der
noch
am Boden lag.
Sie tanzten an diesem Tag noch viele Male, dann rief man die Kinder für das Abendbrot nach Hause.
Der
Schneehase
war
glücklich.
Aber
er
war
auch
zum
ersten
Mal
hungrig
in
seinem
Leben.
Da
sah
er
seine
Möhre
liegen.
„Du
bist
mir willkommen“, sagte er und aß sie auf.
Gerade
als
der
allerletzte
Krümel
gegessen
war,
erstrahlte
erneut
das
helle
Licht
und
er
verwandelte
sich
zurück
in
einen
Schneemann ohne Nase.
In
dieser
Nacht
erschien
die
Fee
aufs
Neue.
Sie
wollte
wissen,
wie
es
um
den
Hasen
steht.
Doch
sie
fand
nur
am
alten
Platz
den
Schneemann ohne Nase.
„
S
c
h
n
e
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m
a
n
n
“
,
sagte
sie,
„was
ist
denn
nur
geschehen?
Du
musst
doch
furchtbar
traurig
sein.“
Aber
der
Mann
aus
Schnee
klang
sehr
glücklich,
als
er
eine
Antwort
gab:
„Liebe
Fee,
ich
bin
dir
so
dankbar
für
diesen
wundervollen
Tag.
In
meiner
Erinnerung
drehe
ich
mich
für
alle
Zeit
mit
den
Kindern
im
Kreise.
Jetzt
darf
das
Frühjahr
ruhig kommen.
Soli Luna und die bunten Steine